Fachschaftskonferenz der Uni Heidelberg
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Die FSK ist unter anderem Mit­glied im bundesweiten stu­den­ti­schen Dachverband fzs, in der LAK (Lan­des­Asten­Kon­fe­renz BaWü), im ABS (Aktions­bündnis gegen Studien­gebühren), im VSB (Verein für studentische Belange), im bpm (Bünd­nis für Politik- und Meinungs­freiheit) und im bas (Bundesverband ausländischer Studierender).

FSK-Blog

16.07.2010 - Finanzen und Internes

Studi-Gängelung 2.0: jetzt auch in der ZUV

Dass Studierende bisweilen in Gremien und Kommissionen hart angegangen
werden ist ja längst bekannt. Ein kleiner Lichtblick für uns war
bislang immer die ZUV. Die dortigen Mitarbeiter_innen waren in der
Regel immer freundlich und kollegial der Studierendenvertretung
gegenüber. Das scheint sich nun zu ändern. in den letzten Wochen und
Monaten hat ein neues Klima einzug gehalten. Da werden Anträge aus
taktisch-politischen Gründen abgelehnt, es wird versucht, die
seltsamsten Dinge auf einemal aus den knappen Finanzen der
Fachschaften (gedacht eigentlich für Erstsemestereinführungen etc.) zu
bezahlen und es kommen die unfreundlichsten Mails auf die harmlosesten
Anfragen.


Ich möchte an dieser Stelle kurz auf ein Highlight eingehen. Für den
Verbandskasten im ZFB sollten neue Kühlkompressen bzw. ein Kältespray
beschafft werden (und weil das versandkosten gespart hätte ein schraubenzieherset für die edv gleich mit).

Den hierauf folgenden Mailwechsel zwischen uns und
der ZUV will ich euch nicht vorenthalten. Der Name der ZUV-Parts ist
selbstverständlich unkenntlich gemacht.

 

erste mail


hallo #####, nach einigen kleineren unfällen im zfb sind die
kältekompressen aus dem verbandskasten schon wieder leer. ich würde
gerne neue nachkaufen.  außerdem ein kältespray, das reicht manchmal
und ist sparsamer als die kompressen.  [...]  die preise sind wie
folgt: [...]  ist das in ordnung?  [...]  gruß,

antwort

Hallo
#####, das geht in Ordnung. Ich bitte darum, die Beschaffung wie
üblich über die ZBSt abzuwickeln.  Mit freundlichen Grüßen #####

intermezzo

dann kam eine weile der mailwechsel mit der
beschaffungsstelle, alles soweit höflich und freundlich von beiden
seiten. daher nur ausschnitte

Wir: wie eben telefonisch besprochen die
kurze anfrage, ob die u.g.  beschaffungen zentral abzuwickeln sind
oder von uns direkt per barauslage beschafft werden dürfen mit
nachträglichem einreichen der rechnung. 

ZUV: Ihre Aufstellung zeigt
ja doch mehr Dinge, als vorhin am Telefon besprochen. Ich bin davon
ausgegangen, dass hier Kältekompressen für ca. 10,- Euro und ein
Schraubenzieherset für 15,- Euro beschafft werden soll. Die
Beschaffungen, wie von Ihnen genannt können in dieser Größenordnung
nicht über "Barauslage" beschafft werden.  Ich möchte Sie deshalb
bitten, für u. g. Dinge einen formlosen Beschaffungsantrag unter
Beilegung jeweils eines Vergleichsangebotes zu senden. 

Wir: ich schicke Ihnen das ganze dann morgen zu, habe aber den hintergrund
nicht ganz verstanden. hängt die schwelle für die vergleichsangebote
von der gesamtsumme der zu beschaffenden gegenstände ab oder (davon
war ich bisher immer ausgegangen) von der einzelsumme der einzelnen
artikel?  oder etwas provokativer gefragt (ist nicht böse gemeint):
wäre eine direktbeschaffung möglich, wenn ich jeden posten einzeln
bestellen würde? die einzelkosten sind ja für die kompressen pro stück
1,20 bzw.  1,50 euro und für die schraubenzieher 20 euro. nur weil ich
versandkosten sparen wollte habe ich diese eigentlich nicht
zusammengehörigen artikel zusammengefasst...  diese doch recht
unterschiedlichen artikel werde ich kaum bei anderen händlern
gleichzeitig finden (ich habe schon lange gesucht, um diesen zu
finden), daher müsste für die vergleichsangebote eine getrennte
beschaffung angenommen werden. das würde aber den preis wieder
erhöhen, da mehrfache versandkosten anfallen. 

ZUV: bei unserem
Telefonat handelte es sich genau um zwei Dinge: 1 x Kompressen und 1 x
Werkzeugset. Grundsätzlich hätten diese Beschaffungen auch über die
Zentrale Beschaffungsstelle laufen müssen, auf Grund der
Geringfügigkeit hatte ich Ihnen jedoch die Beschaffung "auf dem
kleinen Dienstweg" zugesagt, da ich von einer Summe von ca.  20,- Euro
ausgegangen bin.  Nun jedoch möchten Sie eine ganze Reihe mehr Artikel
und wenn ich es richtig sehe, werden daraus 2 Bestellungen: 1 x das
"Erste-Hilfe-Zeug" und einmal die Werkzeuge.  Ich würde meinen, dass
man das "Erste-Hilfe-Zeug" bei einem ordentlichen Sanitätsladen
komplett erhält. Bzgl. dem Werkzeugset kann man natürlich in einen
Baumarkt - hierfür würden Sie von uns eine Blanko-Bestellung erhalten.

ende 

jetzt gehts weiter mit den mails, die schrittweise böser wurden

mail an die ZUV

liebe #####, meine absicht war gar nicht, mich zu
beschweren oder ähnliches, sondern zu verstehen, wann eine beschaffung
über die ZBS verpflichtend erfolgen muss und wann nicht. wenn ich ihre
mail richtig verstanden habe, müsste grundsätzlich alles über die ZBS
beschafft werden, ausnahmen sind nur über den "kleinen dinestweg"
möglich, unabhängig vom beschaffungspreis. ist das so richtig?
hintergrund meiner frage war vor allem auch, dass ich gerade ein
rundschreiben an alle fachschaften vorbereite, in dem die offiziellen
regeln für finanzen/anträge/abrechnungen etc. aufgeführt sind.
ausnahmen werde ich da aber natürlich nicht reinschreiben.  die
beschaffungsanträge schicke ich ihnen im laufe des tages per FAX zu.
beste grüße, #####

2 stunden später

liebe ##### ich habe jetzt
gerade 2 stunden lang beschaffungsanträge ausgefüllt und
vergleichsangebote herausgesucht, nur für die beschaffung von ein paar
kältekompressen/spray und einem schraubenzieher-set im gesamtwert von
nichtmal 70 euro. (fax müsste gerade bei ihnen angekommen sein)
selbstverständlich muss man sich an die rechtlichen vorgaben halten,
gar keine frage. aber ich arbeite ja nicht nur in der
studierendenschaft, sondern habe auch schon an einigen anderen orten
innerhalb der universität gearbeitet (###,###,###,###, etc.) und habe
es bisher nirgendwo erlebt, dass wegen solcher kleinigkeiten das
gesamte beschaffungsprocedere durchlaufen werden musste.  in der Regel
wurden derartige dinge einfach gekauft (ggf. nach rücksprache mit dem
Chef natürlich) und die rechnung in der verwaltung abgegeben. und es
hat nie probleme gegeben, obwohl die beträge zum teil deutlich (!)
höher waren. von daher scheinen diese regeln ja nicht für alle
universitätseinrichtungen zu gelten?  bei größeren beschaffungen wie
edv etc. halten wir uns ja ohnehin an den beschaffungsweg über die
ZBS, da ist es ja auch offensichtlich sinnvoll.  es wäre aber toll,
wenn sie nochmal prüfen könnten, ob bei solchem kleinkram wie dem
aktuellen nicht doch auf die formale beschaffung über die ZBS mit
beschaffungsantrag und vergleichsangeboten verzichtet werden kann und
wir diese dinge einfach nur nach rücksprache mit ihnen direkt
beschaffen können. (so wie es alle institute und einrichtungen die ich
bisher sonst kennengelernt habe auch tun dürfen) ...  beste grüße,
#####

und die reaktion aus der ZBS 

also jetzt reicht´s. Dies
ist meine letzte Mail zu diesem Thema - mittlerweile kosten die zu
beschaffenden Materialien bald mehrere hundert Euro.....  Wenn Herr
##### zwei Stunden zum Ausfüllen der Beschaffungsanträge benötigt, tut
es mir leid. Ich weiß nicht, wo genau die Zeit "hineingeflossen" ist,
die Beschaffungsanträge sind einfachster "Machart".  Hätte Herr #####,
bevor er die stundenlange Recherche unternommen hat, kurz in der ZBSt
angerufen, so hätte er entsprechende Lieferanten genannt bekommen, bei
denen Angebote eingeholt werden können - mit sehr geringem Aufwand.
Die Beschaffungsrichtlinien sind für alle gleich. Herrn ##### bitte
ich hierzu das Handbuch der Universität Heidelberg; A38 zu beachten.
Andere Institute können sicherlich manche Dinge nach Absprache mit der
ZBST auf dem "kleinen Dienstweg" beschaffen. Jedoch haben diese
Institute auch eigenes Geld. Wenn andere Institute "einfach" gekauft
haben - ohne vorherige Rücksprache mit der ZBST (außer
div. EDV-Materialien), so haben diese gegen die Vorschriften
verstoßen.  Herr ##### möchte seine Beschaffungen über zentrale Mittel
finanziert haben und hierzu müssen Angebote vorgelegt werden.  Nun
aber, bin ich auf Grund der sehr intensiven Korrespondenz doch stutzig
und frage mich, warum überhaupt Kälte-Kompressen beschafft werden
müssen. Diese gehören nicht in einen Standard-Verbandskasten mit
Füllung: DIN 13157C Was für Unfälle sind passiert, wofür
Kälte-Kompressen oder Kältespray benötigt werden? Ich würde - vor
Beschaffung nun doch beim Abteilungsleiter für Haushalts-,
Wirtschafts- und Beschaffungsangelegenheiten nachfragen, ob solche
Beschaffungen aus Haushaltsmitteln überhaupt zulässig sind. 

antwort

liebe frau #####, ich bin jetzt etwas überrascht
über den tonfall. schließlich lief die zusammenarbeit mit der ZBS
bisher immer sehr problemlos und freundlich.  ich versuche einfach
mal, direkt im text zu antworten

also jetzt reicht´s. Dies ist meine letzte
Mail zu diesem Thema - mittlerweile kosten die zu beschaffenden
Materialien bald mehrere hundert Euro..... 

ich habe zwei anträge
geschickt, einen über 41,90 euro und einen über 20,35. das sind 62,25
euro und nicht über 100. die beträge sind exakt die, die ich schon in
meiner ersten mail geschickt hatte. 

Wenn Herr ##### zwei Stunden
zum Ausfüllen der Beschaffungsanträge benötigt, tut es mir leid. Ich
weiß nicht, wo genau die Zeit "hineingeflossen" ist, die
Beschaffungsanträge sind einfachster "Machart". 

die zeit ist in der
suchen der vergleichsangebote geflossen. denn über die ZBS lassen sich
ja nur komplett-nachfüllsets für die verbandskästen bestellen (siehe
die zbs-webseite (http://www.zuv.uni-heidelberg.de/finanzen/beschaffung/pw/uebersicht/sonstiger-bedarf/verbandskasten.html) auch bei meinem gestrigen telefonat hatten sie bestätigt, dass nur
komplettsets nachkaufbar sind und in ihrer mail hatten sie die
beschaffung des "Erste-Hilfe-Zeug" bei "einem ordentlichen
Sanitätsladen" empfohlen. daraufhin habe ich online nach "ordentlichen
sanitätsläden" gesucht, was leider gar nicht so leicht ist. und wenn
man mal einen gefunden hat, hat er meistens nciht alle 3 artikel im
sortiment. entweder es gibt nur kompresse, oder nur spray oder nicht
die richtige größe und und und

Hätte Herr #####, bevor er die
stundenlange Recherche unternommen hat, kurz in der ZBSt angerufen, so
hätte er entsprechende Lieferanten genannt bekommen, bei denen
Angebote eingeholt werden können - mit sehr geringem Aufwand.


s.o. ich habe angerufen und gemailt, sie haben mir einen "ordentlichen
sanitätsladen" empfohlen, keinen konkreten lieferanten. woher soll ich
denn wissen, dass es dafür einen liferanten gibt, wenn auf der
webseite davon nichts steht und es auch bei gesprächen bzw. per mail
niemand sagt? 

Die Beschaffungsrichtlinien sind für alle
gleich. Herrn ##### bitte ich hierzu das Handbuch der Universität
Heidelberg; A38 zu beachten. Andere Institute können sicherlich
manche Dinge nach Absprache mit der ZBST auf dem "kleinen Dienstweg"
beschaffen. Jedoch haben diese Institute auch eigenes Geld. Wenn
andere Institute "einfach" gekauft haben - ohne vorherige Rücksprache
mit der ZBST (außer div. EDV-Materialien), so haben diese gegen die
Vorschriften verstoßen.  Herr ##### möchte seine Beschaffungen über
zentrale Mittel finanziert haben und hierzu müssen Angebote vorgelegt
werden. 

gut, dann verstoßen die institute gegen die regeln. das hatte
ich nicht angenommen, da es in allen mir bekannten instituten die
regel ist, kleinigkeiten außerhalb der ZBS zu bestellen. aber wenn die
regeln für uns eben gelten, dann gelten sie. ich werde zukünftig für
jede noch so kleine beschaffung einen formalen beschaffungsantrag
stellen. ich wollte ihnen mit den direktbeschaffungen eigentlich
arbeit abnehmen, nicht mehr arbeit verursachen. um so mehr finde ich
es schade, dass sie jetzt in dieser form reagieren. 

Nun aber, bin ich auf Grund der sehr intensiven Korrespondenz doch stutzig und frage
mich, warum überhaupt Kälte-Kompressen beschafft werden müssen. Diese
gehören nicht in einen Standard-Verbandskasten mit Füllung: DIN 13157C

da sind sie falsch informiert. im jahr 2009 wurden die entsprechenden
normen geändert. sowohl im 13157 als auch im 13169-kasten sind
kälte-sofortkompressen verpflichten enthalten. sicherlich wollen wir
mehr kompressen nachbestellen als verpflichtend vorgeschrieben
sind. wenn das probleme macht bestelle ich gerne auch bei jedem
verbrauch eine einzelne kompresse bzw. zwei kompressen nach. 

Ich würde - vor Beschaffung nun doch beim
Abteilungsleiter für Haushalts-, Wirtschafts- und
Beschaffungsangelegenheiten nachfragen, ob solche Beschaffungen aus
Haushaltsmitteln überhaupt zulässig sind. 

ob solche beschaffungen
zulässig sind muss im falle der asta/fachschaften-mittel frau #####
entscheiden, nicht die ZBS. das ist bereits geschehen. einmal als frau
##### der beschaffung des verbandskastens selbst zugestimmt hat und
einmal als sie der beschaffung der kompressen zugestimmt hat. generell
stellt sich die frage, woraus diese artikel denn sonst finanziert
werden sollen? es ist vorschrift, einen verbandskasten in korrekter
befüllung da zu haben, aber es soll unzulässig sein, ihn zu bezahlen?
ich finde es gelinde gesagt eine unverschämtheit, an dieser stelle
nach ereingeten unfällen zu fragen. sollen wir in den verbandskasten
eineliste legen, in der alle unfälle und dabei verbrauchtes material
stehen? dafür hat man in so einem moment in der regel keine
nerven. davon abgesehen: müssen andere universitätseinrichtungen auch
ihre unfälle nachweisen, wenn sie ein nachfüllset für den
verbandskasten kaufen wollen? es drängt sich bei dieser ganzen sache
der verdacht auf, dass es lediglich um eine gängelung der
studentischen vertretung geht, wie man sie sonst aus der ZUV
eigentlich nicht kennt, sondern nur aus diversen gremien gewisser
fakultäten. wenn es nun auch in der ZUV einzug hält, studierende
drastisch schlechter zu behandeln als andere universitätsmitglieder
finde ich das außerordentlich besorgniserregend. ich hoffe aber
zunächstmal noch, dass es sich nur um eine missverständnis handelt
#####

und die antwort

Lieber Herr #####, eines möchte ich hier
zuerst einmal festhalten: Diese Aussage Ihrerseits

es drängt sich bei dieser ganzen sache der verdacht auf, dass es lediglich um eine
gängelung der studentischen vertretung geht, wie man sie sonst aus
der ZUV eigentlich nicht kennt, sondern nur aus diversen gremien
gewisser fakultäten. wenn es nun auch in der ZUV einzug hält,
studierende drastisch schlechter zu behandeln als andere
universitätsmitglieder finde ich das außerordentlich
besorgniserregend. 

ist hier absolut unangebracht. Wir sind eine
öffentliche Einrichtung, die sich an Richtlinien zu halten hat und um
nichts anderes geht es in dieser ganzen Diskussion: Um die mögliche
Einhaltung von Richtlinien - nicht um Reppressalien gegenüber
irgendwelchen Gruppierungen. Für die Zukunft unterlassen Sie bitte
solche Unterstellungen. Auch Ihr Hinweis an Frau #####, dass nicht sie
zu bestimmen hat, was beschafft wird oder nicht, sondern die
mittelbewirtschaftende Stelle und die hätte es getan, passt nicht
ganz. Ich als mittelbewirtschaftende Stelle kann nicht die
Beschaffungsrichtlinien kennen in dem Maße, wie dies die Zentrale
Beschaffungsstelle kann. Es könnte also durchaus passieren, dass ich
etwas "durchwinke", was gemäß den Beschaffungsrichtlinien nicht
erlaubt ist (z. B. ein Ventilator, nur weiß ich in diesem Fall, dass
aus Haushaltsmitteln keine Ventilatoren beschafft werden dürfen -
meiner hier ist auch Privateigentum). Selbst die Institute bestellen
manchmal Dinge, die aufgrund irgendwelcher Vorschriften nicht
gestattet sind und dann dürfen sie es auch nicht und werden von der
ZBSt entsprechend darauf hingewiesen. Bezüglich der Kältekompressen
kam in der ganzen Diskussion hier die Frage auf, warum überhaupt
welche benötigt werden, wenn die doch gar nicht im Erste-Hilfe-Kasten
vorhanden sind (darüber haben Sie uns ja inzwischen informiert, dass
dem doch so ist) und von daher stellte sich wieder die Frage, ob dann
aus den uns zur Verfügung stehenden Mitteln Materialen, die über das
Übliche hinaus gehen, beschafft werden dürfen. Das hat sich ja nun
geklärt. Die Anzahl der Kompressen ergibt sich meiner Einschätzung
nach aus der Anzahl der Studenten und Gruppierungen, die das Zentrale
Fachschaftenbüro nutzen und bevölkern. Dass auch hier ein sparsamer
Umgang mit den Kompressen geschieht, setzte ich voraus. Sollten die
Kompressen also vor Ablaufdatum auch verwendet werden, sehe ich keinen
Grund darin, jede Kompresse immer einzeln zu beschaffen, sondern
stimme der Beschaffung der Kompressen wie beantragt zu. Um zum Schluss
zu kommen: Die Beschaffungsrichtlinien sind Ihnen jetzt hinreichend
erläutert worden und leider ist es manchmal so, dass Bürokratie auch
umständlich erscheinen kann. Die Beschaffung läuft und damit ist die
Angelegenheit jetzt hoffentlich erledigt. Mit freundlichen Grüßen
#####  

die letzte mail

  liebe frau #####,

Lieber Herr #####, eines möchte ich hier zuerst einmal festhalten: Diese
Aussage Ihrerseits es drängt sich bei dieser ganzen sache der
verdacht auf, dass es lediglich um eine gängelung der studentischen
vertretung geht, wie man sie sonst aus der ZUV eigentlich nicht
kennt, sondern nur aus diversen gremien gewisser fakultäten. wenn
es nun auch in der ZUV einzug hält, studierende drastisch
schlechter zu behandeln als andere universitätsmitglieder finde ich
das außerordentlich besorgniserregend. ist hier absolut
unangebracht. Wir sind eine öffentliche Einrichtung, die sich an
Richtlinien zu halten hat und um nichts anderes geht es in dieser
ganzen Diskussion: Um die mögliche Einhaltung von Richtlinien - nicht
um Reppressalien gegenüber irgendwelchen Gruppierungen. Für die
Zukunft unterlassen Sie bitte solche Unterstellungen. 

um die einhaltung von richtlinien ging es in der tat ganz am anfang.
spätestens die letzte mail von frau #####, in der ich zum einen als
inkompetent ("Wenn Herr ##### zwei Stunden zum Ausfüllen der
Beschaffungsanträge benötigt, tut es mir leid. Ich weiß nicht, wo
genau die Zeit "hineingeflossen" ist, die Beschaffungsanträge sind
einfachster "Machart".") dargestellt werde und in der ein nachweis
über den verbauch von erste-hilfe-maßnahmen angefordert wird ("Was für
Unfälle sind passiert, wofür Kälte-Kompressen oder Kältespray benötigt
werden?) , hat allerdings einen ganz erheblichen beigeschmack, auf den
ich gerne aufmerksam machen wollte und will. ich kann mir nicht
vorstellen, dass die ZBS eine solche mail an andere einrichtungen der
universität schreibt. 

Auch Ihr Hinweis an Frau #####, dass nicht
sie zu bestimmen hat, was beschafft wird oder nicht, sondern die
mittelbewirtschaftende Stelle und die hätte es getan, passt nicht
ganz. Ich als mittelbewirtschaftende Stelle kann nicht die
Beschaffungsrichtlinien kennen in dem Maße, wie dies die Zentrale
Beschaffungsstelle kann. Es könnte also durchaus passieren, dass ich
etwas "durchwinke", was gemäß den Beschaffungsrichtlinien nicht
erlaubt ist (z. B. ein Ventilator, nur weiß ich in diesem Fall, dass
aus Haushaltsmitteln keine Ventilatoren beschafft werden dürfen -
meiner hier ist auch Privateigentum). Selbst die Institute bestellen
manchmal Dinge, die aufgrund irgendwelcher Vorschriften nicht
gestattet sind und dann dürfen sie es auch nicht und werden von der
ZBSt entsprechend darauf hingewiesen. 

mein hinweis bezog sich darauf,
dass ganz offensichtlich dem nachkauf von erste-hilfe-material nichts
im weg steht (siehe bestellformular für nachfüllsets auf der
zbs-webseite). ein mögliches haushaltsrechtliches problem kann also
gar nicht vorliegen. es wurde in frage gestellt, ob das ganze aus den
fachschaften-mitteln bezahlt werden darf. letztere entscheidung
treffen meines wissens nach sie. 

Bezüglich der Kältekompressen kam
in der ganzen Diskussion hier die Frage auf, warum überhaupt welche
benötigt werden, wenn die doch gar nicht im Erste-Hilfe-Kasten
vorhanden sind (darüber haben Sie uns ja inzwischen informiert, dass
dem doch so ist) und von daher stellte sich wieder die Frage, ob dann
aus den uns zur Verfügung stehenden Mitteln Materialen, die über das
Übliche hinaus gehen, beschafft werden dürfen. Das hat sich ja nun
geklärt.  Die Anzahl der Kompressen ergibt sich meiner Einschätzung
nach aus der Anzahl der Studenten und Gruppierungen, die das Zentrale
Fachschaftenbüro nutzen und bevölkern. Dass auch hier ein sparsamer
Umgang mit den Kompressen geschieht, setzte ich voraus. Sollten die
Kompressen also vor Ablaufdatum auch verwendet werden, sehe ich keinen
Grund darin, jede Kompresse immer einzeln zu beschaffen, sondern
stimme der Beschaffung der Kompressen wie beantragt zu. Um zum
Schluss zu kommen: Die Beschaffungsrichtlinien sind Ihnen jetzt
hinreichend erläutert worden und leider ist es manchmal so, dass
Bürokratie auch umständlich erscheinen kann.  Die Beschaffung läuft
und damit ist die Angelegenheit jetzt hoffentlich erledigt. 

gut, dann
betrachte ich die angelegenheit auch als erledigt und werde mich
zukünftig in sämtlichen bereichen und bei sämtlichen beträgen an die
beschaffungsstelle wenden, ganz gleich wie umständlich diese
bürokratie auch scheinen mag.  gruß, #####

fazit

warum ist das ganze so dramatisch? naja, wer den mailverkehr aufmerksam gelesen hat, wird festgestellt haben, dass die ZUV bei völlig harmloser hinterfragung eines vorgangs mit repressalien droht. man lasse sich zum beispiel nur mal folgende sätze auf der zunge zergehen "Nun aber, bin ich auf Grund der sehr intensiven Korrespondenz doch stutzig und frage mich, warum überhaupt Kälte-Kompressen beschafft werden müssen." "Was für Unfälle sind passiert, wofür Kälte-Kompressen oder Kältespray benötigt werden?"


sprich: wenn man mal kritisch nahhakt, wird sofort die gängerlungs-maschinerie eingeschaltet. dann dürfen dinge, die immer in ordnung waren auf einmal nicht mehr beschafft werden oder - noch grotesker - vor dem nachkaufen von kältekompressen und pflastern muss nachgewiesen werden, dass es tatsächlich unfälle gab, bei denen diese verbraucht wurden. eventuell noch mit angabe des blutverlustes in ml und grad des bruchs? was denken die sich dabei eigentlich???


 

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