Semesterticket
Der VRN verkauft den Studierenden derzeit ein Semesterticket, welches Fahrten im gesamten VRN-Gebiet (exklusive Westpfalz) ermöglicht. Der laufende Vertrag endet nach dem SoSe 09. Die derzeitigen Kosten für das Ticket belaufen sich auf 116,30 € zuzüglich des solidarischen Sockelbeitrages von 20,00 € (inkl. 5 € Abendregelung), die alle Studierenden zahlen müssen. Zur Erneuerung des Vertrages ist das Studentenwerk im Sommer 2008 mit dem VRN in Kontakt getreten. Eine Liste mit Forderungen und Bedingungen wurde übermittelt. Der VRN ist nicht bereit, über Modalitäten und Gestaltung zu reden und bekundet wenig Interesse am Ticket. Die folgenden Seiten zeigen den Stand der Verhandlungen und erläutern die Position der FSK zum aktuellen Angebot des VRN.
Info-Plakat: Semesterticket am Wochenende benutzen!
Kompromiss gefunden - Öffentliche Hand und Politik führen sehenden Auges das Ende des ÖPNV herbei
Eine Einigung zum Semesterticket zwischen Verkehrsverbund Rhein Neckar (VRN), Studentenwerk Heidelberg und Fachschaftskonferenz zeichnet sich ab. Das drohende Aus für das Semesterticket konnte somit abgewehrt werden - dennoch wird durch steigende Preise und eine starre Netzstruktur die Attraktivität weiter schwinden.
Die Zustimmung zum Kompromiss erfolgte, weil in naher Zukunft eineÄnderung der Rahmenbedingungen nicht absehbar ist. Zudem gibtes Gruppen von Studierenden, die auch für die Durchführung des Studiumsauf das Semesterticket angewiesen sind, zum Beispiel Lehramtsstudierende in Praxisphasen oder Studierende, die Veranstaltungen in Heidelberg und Mannheim besuchen müssen. Für diese Studierenden hätte ein Scheitern der Verhandlungen und damit enorme finanzielle Mehrbelastungen womöglich das Ende ihres Studiums bedeutet.
Die Fachschaftskonferenz wird weiterhin für eine attraktivere undgerechtere Gestaltung des ÖPNV eintreten."Radikale Kürzungen der Fördermittel seitens des Landes in diesem Bereichsowie kleingeistige Kommunalpolitik, die ökonomische gegen ökologische Überlegungen ausspielt, verschärfen die soziale Selektivität im Bildungswesen drastisch," so Mario Bott vom Kommunalreferat der Fachschaftskonferenz. Mobilität ist eine grundlegende Voraussetzung, um an Gesellschaft undBildung teilhaben zu können - kostenpflichtige Tickets für SchülerInnen und Azubis (Maxx-Ticket) sowie inflexible, selektive Tickets für Studierendesind einer Universitäts- und Tourismusstadt wie Heidelberg unwürdigund schaden ihr langfristig - auch aus ökologischen Gesichtspunkten. (Auszug aus der PM)
Die letzten Wochen der Verhandlungen
Eine Aus für das Semesterticket konnte Ende des SS durch ein Interimslösung für das WS 09/10 noch kurzfristig verhindert werden. Der Kaufpreis stieg jedoch infolgedessen auf 127 €. Die FSK hat basierend auf der Semesterticket Umfrage und der festgefahrenen Situation ein "gestuftes Ticket" in die Verhandlungen eingebracht, was jedoch vom URN grundsätzlich abgelehnt wurde. Die FSK wird dennoch weiter für ein solches Modell eintreten und in Kommunen und Land dafür werben.
Daher wurde erneut über das bestehende Ticketmodell verhandelt. Die FSK hat weiter deutlich Wert darauf gelegt, dass die Preiserhöhungen gegenüber dem Maxx-Ticket prozentual und nicht absolut geschieht. Da eine schleichende Angleichung der beiden Tickets jedoch politisch durchaus gewollt ist, hat der URN sich hierbei keinen Millimeter bewegt. Stattdessen konnten Senkungen der Preisobergrenzen, sowie eine geringere Sockelerhöhung erreicht werden. Die Verhandlungen sind noch nicht abgeschlossen, es deutet sich jedoch ein Kompromiss an.
Ergebnisse der Semesterticket-Umfrage
Die Auswertung der Semesterticket-Umfrage ist fertig! Die Umfrage war ein voller Erfolg - es haben 5218 Studierende an PH und Universität teilgenommen.
Die FSK und das Studentenwerk versuchen für die Studierenden ein bestmögliches Ticket zu erreichen. Dies bedeutet nicht, dass wir einem unverschämten Vertrag zustimmen werden, an den die Studierenden die nächsten fünf Jahre gebunden sind. Selbstverständlich werden wir aber der Tatsache Rechnung tragen, dass ein Großteil der Studierenden auf den ÖPNV angewiesen ist.
Gestärkt durch die Ergebnisse der Umfrage fordern wir auch weiterhin, die Konditionen zu verbessern und soziale Verträglichkeit zu gewährleisten. Ziel ist und bleibt, im nächsten Semester und auch darüber hinaus allen Studierenden ein Semesterticket anbieten zu können, das diesen Namen verdient.
Materialien
- Ablauf der Verhandlungen A0 Plakat
- A0 Plakat zur Position der FSK und den Verhandlungen
- Flyer "Hat das Semesterticket eine Zukunft"
Informationen
- Hintergrund und Verlauf der Verhandlungen
- Aktuelles Angebot
- Mannheim und das Ticket
- Forderungen der FSK
- Alternativen zum Semesterticket
- Kleines Glossar rund ums Semesterticket
Kontakt
Bei weitergehenden Fragen oder Interesse an den Verhandlungen kannst du dich gerne an das Kommunalreferat der FSK wenden.
Pressemeldungen und Artikel zum Semesterticket
- PM der FSK: Kompromiss gefunden - Öffentliche Hand und Politik führen sehenden Auges das Ende des ÖPNV herbei (11-2009)
- PM der FSK: VRN beendet die Verhandlungen einseitig - Semesterticket tot? (7-2009)
- Semesterticket Mannheim in der BILD Zeitung (06-2009)
- Dossenheim vergibt kostenloses Semesterickets bei Neuanmeldung
- UniMut (03-2009)
- Uni Meier (04-2009)
- Ruprecht (12-2008)
- Studentenwerk Heidelberg (12-2008)
- Mannheimer Morgen (12-2008)
- Rhein-Neckar Zeitung (11-2008)









