Politische Bildung und Vernetzung

- Bildungsstreik 2009 in Heidelberg
Die allgemeine und spezielle Politische Bildung gehört ohnehin zu den genuinen Aufgaben einer Studierendenvertretung, doch ihre besondere Notwendigkeit hat sich in letzter Zeit unter anderem im Rahmen der Bildungsproteste 2009 deutlich gezeigt, auf ganz spezielle Weise in Heidelberg und anderen Orten mit Hochschulen ohne Verfasste Studierendenschaft.
Um darüber hinaus der besonderen Rolle von Studierendenvertretungen als Knotenpunkte zur Vernetzung politischer Gruppen, wie sie u.a. im Bildungsstreik aktiv gewesen sind, gerecht zu werden, hat die Fachschaftskonferenz beschlossen, noch Ende des Jahres 2009 ein Referat für Politische Bildung und Vernetzung einzurichten.
Dieses Referat soll explizit denjenigen Teil des Aufgabenspektrums der Studierendenvertretung abdecken, das im allgemeinen Politischen Mandat einer Verfassten Studierendenvertretung zum Ausdruck kommt, in Baden-Württemberg jedoch nicht vorgesehen ist. Als unabhängiges Modell der Studierendenvertretung genießt die FSK jedoch, im Gegensatz zum geknebelten und Zensierten Allgemeinen Studierendenausschusses (ZAStA) des LandesHochschulGesetzes (LHG), eine allgemeinpolitische Meinungsfreiheit und gedenkt diese auch zu nutzen.
Auch wenn die Verfasste Studierendenschaft (VS) 1976 unter dem CDU-Ministerpräsidenten und ehemaligen NS-Marinerichter Hans Filbinger mit der Absicht aus dem LHG gestrichen wurde, "den Sympathisantensumpf des linken Terrorismus auzutrocknen" (wohlgemerkt nicht ohne die Randbemerkung, mit RCDS-ASten hätte man die VS nicht abgeschafft), sind auch Studierende weiterhin mit gewissen Grundrechten ausgestatte politische Individuen, die von diesen Rechten auch Gebrauch zu machen gedenken.
Selbst die" Landeszentrale für Politische Bildung" (lpb) der Landesregierung schreibt, Politische Bildung solle überparteilich für alle Mitglieder der Gesellschaft "fundiert informieren, Aktuelles in geschichtliche Entwicklungen einordnen [...] und Zusammenhänge erklären" - dafür auch die nötige Zeit und der nötigen Raum zu garantieren, will sich das Referat für Politische Bildung und Vernetzung zur Aufgabe machen.
Der Arbeitsbereich des Referates umfasst damit zum einen die inhaltliche und politische Auseinandersetzung mit den Forderungen nach Verfassten Studierendenschaften in Baden-Württemberg, der Demokratisierung von Hochschule und Gesellschaft sowie die aktive Vernetzung politisch interessierter Studierender, zum anderen die Konzeption und Durchführung politischer Workshops, die Erarbeitung von Informationsmaterialien und die Betreuung von und Zusammenarbeit mit Arbeitskreisen der FSK und anderen studentischen und nicht-studentischen Gruppen, deren Tätigkeit in den Aufgabenbereich des Referats fallen (Antifa AK, UNiMUT, Attac Campus, Kritische Initiative, JusoHSG, GHG, LHG, RCDS und RDCS).
Darüber hinaus fördert das Referat die überregionale Vernetzung der FSK u.a. mit anderen Studierendenvertretungen in Bildungsstreik, fzs, ABS, bpm, LAK und setzt sich dort nach Möglichkeit für FSK-Positionen ein.
Kontakt
Fachschaftskonferenz der Uni Heidelberg
Referat für Politische Bildung und Vernetzung
c/o Zentrales Fachschaftenbüro (ZFB)
Albert-Ueberle-Str. 3-5
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 54-2456
Fax: 06221 54-2457
E-Mail: pobinetz(at)fsk.uni-heidelberg.de
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